Die Idee

Christliche Migration

Ob Pfingstlerinnen aus Ghana, Katholiken aus Indien, Lutheraner aus Nigeria oder Orthodoxe aus der Türkei. In den vergangenen Jahrzehnten haben nach Deutschland Zugewanderte, deren Mehrheit übrigens Christinnen und Christen sind, die Vielfalt des globalen Christentums auch nach Niedersachsen gebracht.

Einheit in der Vielfalt

Diese kulturelle und konfessionelle christliche Vielfalt in diesem Bundesland wird in der Ausstellung „Gesichter des Christentums“ anhand von Porträts anschaulich. Dabei scheinen auch Elemente auf, die – bei aller Unterschiedlichkeit – die vorgestellten Menschen einen.

Und es wird deutlich: Die christlichen Migrantinnen und Migranten sind nicht Bedürftige, die auf diakonische Fürsorge angewiesen sind, sondern Geschwister im Glauben, die Kirche und Gesellschaft in diesem Land mitgestalten.

Beitrag zur Integration

Glaube und Gemeinde sind zum einen eine Quelle dafür, die Identität in dem neuen Umfeld zu bewahren und weiterzuentwickeln. Zum anderen bilden beide eine Brücke, die die hinzugekommenen mit den einheimischen Christinnen und Christen verbindet. Bei aller unterschiedlicher Akzentsetzung im christlichen Erbe ist der Glaube eine gemeinsame Ressource, die der Verständigung, dem Kennenlernen, der Bearbeitung von Konflikten und dem Lernen voneinander dienen kann.

„Gesichter des Christentums“ will dazu beitragen, dass die Kirchen diese Prozesse anstoßen, begleiten und fördern.

Ausdrücklich nicht wiederbelebt werden soll die Debatte um die „christlich-jüdischen Wurzeln“ Deutschlands, die vor allem eine Abgrenzung von denjenigen Religionen zum Ziel hatte, die nicht Christentum oder Judentum sind. Diese Ausstellung ist ein erster – auf das Christentum bezogener – Schritt dafür, die religiöse und kulturelle Vielfalt in unserem Land in den Blick zu nehmen und sich dafür zu öffnen. Eine Weiterführung dieser Ausstellung in Richtung der anderen Weltreligionen ist im Anschluss geplant.

 
 Hintergrundinformationen zu christlicher Migration und Interkulturalität