Akonnor, Anita

Anita Akonnor

Wolfsburg
1.8.1982 in Tema (Ghana)
getauft 1993 in Accra (Ghana)
Evangelisch-methodistische Gemeinde

Bild: Patrice Kunte
Bild: Patrice Kunte
 

Wenn ich morgens früh aufstehe,
bete ich nicht im Bett, sondern
ich bete im Badezimmer beim
Zähneputzen. Weil es da still ist. Ich bin ganz allein und entspannt. Dann gucke ich in den Himmel, und in mir ist es ganz leer. Dann fange ich einfach zu beten an. Ich bete dafür, dass ich heute einen schönen Tag bekomme.

Die Gemeinde ist, finde ich, wie meine Familie. Ich fühle mich sehr wohl da, ich gehöre dazu, wir sind eins, und wir halten zusammen. Ich werde in der Gemeinde angenommen und stehe nicht im Abseits. In der Gemeinde sind wir alle gleich, und das finde ich schön. In der Gemeinde sind die  Menschen offener als draußen.

Im Unterschied zu Ghana kommen in unserer Gemeinde die Kinder mit ihren Eltern und haben parallel zum Gottesdienst Sonntagsschule – die Kinder sind mit eingegliedert, das finde ich toll in Deutschland.

Bei der Schwangerschaft war ich für ein paar Monate im Krankenhaus.
Da hat mich eine Frau aus der Gemeinde gesehen: »Oh, Anita, wir vermissen dich!« Da habe ich gesagt: »Ich bin jetzt im Krankenhaus.« Dann ist unsere Pastorin gekommen, hat mich besucht, und noch ein paar aus der Gemeinde. Ich war glücklich, dass die immer noch an mich gedacht haben.