Jako, Klodia

Klodia Jako

Lüneburg
* 1.5.1990 in Bagdad (Irak)
getauft im Juni 1990 in Bagdad
Chaldäisch-Katholische Gruppe
in der Katholischen Pfarrgemeinde
St. Marien (im Ökumenischen
Kirchenzentrum St. Stephanus)

 Bild: Patrice Kunte
Bild: Patrice Kunte
 

Heimat wäre schön. Die Kinder könnten das Land sehen, wo die Eltern gelebt haben. Aber wir dürfen ja nicht. Ich bin auch nicht eingebürgert, kann nicht einfach reisen, wohin ich will.

Die Messe sonntags feiern wir immer zusammen mit den Deutschen. Außer freitags in der Kreuzwegzeit: da feiert die aramäische Gemeinde. Mein Vater macht das Ganze. Und wer von der deutschen Gemeinde da ist, kann mitmachen. Dafür haben wir extra Zettel ausgedruckt: aramäisch in deutschen Buchstaben.

Man hat Sicherheit hier. Anders als im Irak. Ich bin hier wirklich zufrieden und glücklich. Ich fühle mich sicher, auch wenn ich mal allein auf die Straße gehe, auch nachts.

Aus dem Irak kamen wir nach Wolmirstedt. Es war erstmal schwierig, aber man hat sich daran gewöhnt. Wir sind zur Schule gegangen, haben Freunde gefunden und leicht die Sprache gelernt. Dann sind wir nach Lüneburg gezogen, zu unseren Verwandten. Da hat es auch mit der Kirche geklappt, das war super.